Draku überlegt nicht lange. Er rutscht die Schrotthalde hinab und folgt dem Weg. Der Pfad ist nass, schmierig und wirkt wie künstlich rein gefräst. Je näher er der Öffnung kommt, desto deutlicher hört er es: Ein tiefes, dumpfes Rauschen, das aus dem Inneren des Berges widerhallt. Er erreicht die Spalte. Der Flusslauf nimmt den Großteil des Bodens ein, sodass sich Draku flach gegen das feuchte Gestein drücken und seitlich an der Wand entlang durch die Enge schieben muss. Währenddessen treibt eine weitere Datenspule an ihm vorbei. Als der Riss sich öffnet, steht Draku im fahlen Licht einer gewaltigen, hohlraumartigen Höhle. Das Rauschen schwillt zu einem ohrenbetäubenden Tosen an. Mitten in der Höhle stürzt ein riesiger, unterirdischer Wasserfall herab, zerschellt am steinigen Höhlenboden und frisst sich als kleiner Flusslauf durch den Boden nach draußen. Das herabstürzende Wasser ist laut genug, um jeden Schritt zu verschlucken. Links vom tosenden Wasserfall entdeckt Draku eine grob in den feuchten Fels geschlagene Treppe. Die Stufen winden sich ohne Geländer an der Höhlenwand nach oben, direkt auf die flackernde Lichtquelle zu. Er bemerkt das Entwarnungssymbol der Atemmaske, nimmt sie ab, atmet einmal tief durch und steigt Stufe für Stufe hinauf. Mit jedem Höhenmeter zieht die Luft spürbar an – die Feuchtigkeit weicht einer künstlichen, gefilterten Wärme. Hier drinnen läuft eine massive Umweltanlage, die die giftigen Gase des Planeten restlos schluckt. Als er die letzte Stufe hinter sich lässt und die Kante des Plateaus betritt, stockt ihm der Atem. Erst von hier oben begreift er die wahre Dimension der Höhle. Sie ist riesig. Draku sieht eine Mischung aus hochmodernem Labor und spartanischem Wohnquartier, inmitten von Kabeln, Werkzeug sowie halb geleerten Essensrationen. Das dumpfe Dröhnen des Wasserfalls wird hier oben von einem Holo-Schild gedämpft, welches das Labor abschirmt und somit keinerlei Signale durchlässt. Dann fällt der Blick auf einen meterhohen, chaotischen Berg aus durchgebrannten Datenspulen. In diesem Moment fliegt eine Spule auf diesen Haufen, der erzittert, wodurch am Rand ein paar der Metallzylinder abrutschen und in den Flusslauf fallen. Draku folgt der Flugkurve und sieht mitten in diesem sterilen Lichtgewitter aus Server-Racks und flackernden Holo-Monitoren eine wuchtige Gestalt: peanut. Er hockt mit dem Rücken zu Draku an einem riesigen Mainframe. Seine Finger hämmern in einer mörderischen Geschwindigkeit auf ein physisches Terminal ein, während Codekolonnen im Sekundentakt über seine Netzhaut spiegeln. Er ist vollkommen in seiner Arbeit versunken, isoliert von der Außenwelt und blind für seinen Besuch. „peanut???“, ruft Draku erschrocken. Ohne sich umzudrehen, erwidert peanut: „Du bist spät... aber gerade richtig. Halt das mal hier...“
Die Spannung in der Luft ist regelrecht zu spüren – es knistert förmlich. Oder sind das doch die Relais am Schaltpult, welches peanut angeworfen hat. Draku fängt eine Datenspule auf, die peanut zu ihm warf. „Steck die da mal rein...“ sagt peanut mit einer leicht zittrigen Stimme und zeigt auf ein Interface-Koppler am Mainframe. Draku, der nun überhaupt nicht mehr weiß, wo oben oder unten ist, folgt seinen Reflexen aus jahrelanger Zusammenarbeit und steckt die Spule in die Öffnung. „Jetzt drück auf Enter...“ fügt peanut an. Gesagt getan, Draku drückt die Taste. Nach einem leisen Knistern und einem spürbar lauten Klack scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Auf der Holoeingabe leuchtet nun ein grünes Symbol auf. Der emotionslose Blick von peanut haftet auf dem grünen Symbol, als gäbe es für ihn nichts anderes mehr. Eine Minute verging, als würde sie ein Leben lang dauern. Draku zerrissen von Wut, Erleichterung und blanker Freude ist seiner Emotionen nicht Herr und verweilt in der Position nach dem Drücken als ob er Medusas Ebenbild erblickt hätte. Der Blick von peanut wandert vom Symbol zu Draku ohne seinen Kopf zu bewegen. „Alter Freund. Ich hatte keine Zeit. Ich wollte dir alles erklären, aber ich musste los. Es gab nur diesen Weg…“, sagt peanut mit der unendlichen Gelassenheit einer vollendeten Katharsis. „Das war alles geplant!? Du wolltest, dass ich dich finde...“, entgegnet Draku sichtlich erleichtert. „Nur du durftest mich finden und eigentlich solltest du mitkommen...“, peanut unterbricht und senkt seinen Blick. „Aber das ist alles unwichtig. Viel wichtiger ist die Holo-Konsole vor dir. Schalte die mal ein. Es braucht zwar noch ein paar ergänzende Testläufe, aber sieh selbst... Nein, lass uns gemeinsam gucken.“, peanut geht langsam auf Draku zu und deutet mit einem schwachen Nicken auf das matte, tiefschwarze Glassegment, das träge im stählernen Rahmen des Schaltpults eingelassen ist. Er hat dieses Interface schon lange keines Blickes mehr gewürdigt. Für ihn zählte immer nur das rohe Überleben der Spule. Drakus Blick verändert sich. Eben noch von Zweifel und Chaos erfüllt, liegt darin plötzlich eine stille Entschlossenheit. Wortlos schaltet er die Konsole ein. Stille. Es begann mit einem tiefen, summenhaftigen Vibrieren, welches vom Gehäuse ausging, als die Energie aus den Relais in die Projektionsfläche schießt. Das kalte Glas flackert auf, fing die wilden Datenströme ein und begann, die ungesehenen Daten Schicht für Schicht als greifbares, stabiles Licht in den Raum zu werfen. Für einen Moment verschwindet jede Anzeige, bis sich eine Textzeile aufbaut:
ZitatINITIALIZING...
V4 READY.
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Es blinkt ein Cursor. Drakus entgleister Blick weicht ihm nicht mehr. Er beginnt zu begreifen was das bedeutet. „Ab jetzt müssen wir uns nie wieder nach den Grenzen des Systems richten, denn wir bestimmen sie!“, sagt peanut voller Stolz. Draku dreht seinen Kopf zu peanut, der ihn mit dem breitesten Grinsen Andromedas anschaut und sagt: „Sie hatten alle recht, DU bist der Weltenweber..!“
FIN
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Liebe Community,
Einige von euch haben sich bereits Gedanken über die Zukunft von EtoA und Runde 24 gemacht. Ich habe heute die Ehre euch mitzuteilen, dass sowohl die Zukunft von EtoA als auch das weitere Vorgehen mit Runde 24 gesichert resp. festgelegt wurde.
Bevor wir jedoch zum weiteren Fahrplan kommen, möchten wir uns bei coo1ness (A.I.peanut) für das Ausarbeiten des neuen, robusteren und entwicklungsfähigen Codes und insbesondere für die aufgewendete Zeit bedanken.
Einen weiteren Dank möchten wir an den Verfasser des RPG's, wawa, ausrichten. Danke, dass du dich zum letzten Teil deiner persönlichen Geschichte mit EtoA nochmals aufgerafft hast um uns dieses RPG zu schreiben! Wir wünschen dir für deine Zukunft nur das Beste und schauen dir mit einem weinenden Auge und kleiner Hoffnung auf eine Rückkehr nach.
Runde 24: Runde 24 wird verlängert und Ende mit Sicherheit am 28. März 2027 um 23.59 Uhr.
Was passiert in der Zwischenzeit?
Wir werden zuerst interne Test des neuen Codes durchführen und soviele Bugs wie möglich bereits korrigieren. Dies sollte gemäss aktuellem Stand bis ca. Ende November abgeschlossen sein.
Anschliessend werden wir öffentliche Speedrunden mit kurzer Dauer aufsetzen um hoffentlich sämtliche noch nicht identifizierten Bugs zu finden und vor einer grösseren Runde beheben zu können. Genauere Infos zum Ablauf und Meldeverfahren etc. folgen, sobald wir diese ausgearbeitet haben.
Neben den Codes werden wir am Balancing arbeiten und die verschiedenen Rassen stärker zu differenzieren. Das neue Balancing wird ebenfalls im Rahmen der Speedrunden getestet und auch hier werdet ihr die Möglichkeit haben uns Feedback und Ideen mitzuteilen.