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Buteo

Captain

  • »Buteo« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 6. Dezember 2013, 07:58

Eine Minute des Respektes und des Dankes

Heute ist es soweit. Wieder einmal, niemand weiss so recht zum wie vielten mal, jährt sich ein Tag der Trauer.
Es sind Jahrhunderte vergangen, Jahrhunderte der Flucht, des Krieges und der Angst und doch stehen wieder einmal alle Terraner zusammen und gedenken einem einzigen Mann.
Ein Mann der in einer Zeit lebte in der die Terraner noch ein Zuhause hatten. Die Erde war sein Wohnort. Doch die Erde war nicht friedlich, nicht fair nein, sie war voller Angst und Vorurteile. Die einzelnen Ethnien wurden getrennt durch Hass, Unverständnis und Furcht. Auf der einen Seite die Weissen auf der anderen die Farbigen.
Doch der Mann dessen Name jedem Terraner bekannt ist machte sich auf diese Misstände zu bereinigen.
Zuerst wollte er den Graben friedlich schliessen, doch diejenigen mit der Macht stellten sich quer.
So griff zur letzten Option die im blieb, der Waffe.
Es folgten Jahre des Kampfes, der Flucht und der Hoffnung, doch die Mächtigen fingen ihn und kerkerten ihn ein.
Dort sollte er verrotten und in Vergessenheit geraten. Doch die Menschen wollten ihn nicht vergessen, nach Jahren der Demütigung und Abschottung kam er Frei.
Er begann sofort damit die Ungerechtigkeit in seiner Heimat zu bekämpfen.
Er erreichte was ihm niemand zugetraut hätte. Er konnte den Hass und die Vorurteile beinahe komplett aus seiner Heimat vertreiben. Doch dann kam der Tod und mit ihm der Zerfall seines Erbes.
Es dauerte noch Jahrhunderte bis endlich alle Ethnien gleich behandelt wurden, doch den ersten Schritt hat er gemacht und an ihn Gedenken die Terraner heute.
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Mit diesem kleinen RPG Text möchte ich Nelson Mandela gedenken, er ist Gestern Abend im Alter von 95 Jahren gestorben.
Hoffentlich war seine Arbeit nicht umsonst.

Buteo

graimskrull

Imperator von Andromeda

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2

Freitag, 6. Dezember 2013, 08:43

R.I.P. Nelson Mandela!

Erst im Sommer war ich selbst in Südafrika und konnte erleben was dieser Mann für dieses Land bedeuted. Einer der wenigen ehrlichen, aufrichtigen Politiker unseres Planeten!

Allerdings hat dieses Land noch immer mit vielen Problemen zu kämpfen und die Vorurteile sind bei weitem nicht beseitigt. Die Mehrheit der schwarzen Bevölkerung lebt noch immer in den Elendsvierteln vor den Städten. Ohne Infrastruktur, eine einzige Wasserstelle für hunderte Leute, ohne Strom und Heizung. Zugemüllt und verdreckt da es so etwas wie Müllabfuhr schlicht nicht gibt. In einem der grössten Townships vor den Toren Johannesburgs (Soweto-von hier stammt Mandela) war ich selbst unterwegs und habe mich mit eigenen Augen davon überzeugt.

Johannesburg zählt noch immer zu den gefährlichsten Städten der Welt, in die Innenstadt habe nicht mal ich mich getraut :D. Nach Geschäftsschluss herrschen hier Banden und Drogendealer, die viele Häuser besetzt haben. Man ist gerade dabei die Häuser zurück zu erkämpfen und wieder Leben in die Innenstadt zu bringen. In den ruhigeren Vierteln verbarrikadieren sich die schönen und reichen hinter grossen Mauern und Stacheldraht, versuchen sich so vor der grossen Kriminalität zu schützen. In Jo`burg gibt es mehr Morde als Verkehrstote!
Das alles ist nicht bösen Menschen verschuldet, sondern der hohen Arbeitslosigkeit und Armut. Viele haben keine andere Wahl als zu stehlen und zu rauben, sie würden sonst schlichtweg verhungern.

Uns ist nix passiert, wir haben ausschliesslich freundliche Menschen kennengelernt, ja fast euphorisch. Nach allem was WIR Europäer nicht nur in Südafrika angerichtet haben habe ich mich darüber oft gewundert.

Ein paar Dinge haben wir allerdings schon gemacht (Fake-Geldbörse mit ein paar Scheinen drin, die wir im Falle eines Überfalls hergegeben hätten, Kreditkarte in den Schuhen usw.)

Manchmal vermissen wir Afrika, mit seinen wilden Tieren (nachts Hyänen und Löwengebrüll keine 10 Meter vom Zelt entfernt sind schon ein Erlebnis :D), seinen unglaublichen Landschaften, vor allem aber seinen Menschen! Ihre Begeisterung für Musik, ihr Tanz durchs Leben (was wahrhaft nicht leicht ist), ihre unglaubliche Gastfreundlichkeit die ich in noch keinem andern Land der Erde so erlebt hab.

Jeder, der Afrika mal bereisen will sollte es tun! Last Euch nicht von Presse, Funk und Fernsehn abschrecken. Uns ist auch nix passiert!
Der Virus Afrika hat uns angesteckt, es ist der geilste aller Kontinente, die Ostafrika-Tour durch Tansania, Kenia, Mosambique, Sambia und Malawi reift im Kopf :). Wenn der Sohnemann alt genug ist werden wir auch das Geld zusammen haben :)
Ein Verein ohne Herz-RB Leipzig: Nur Kommerz! Finger weg von unserm Sport-in Leipzig und an jedem Ort!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »graimskrull« (6. Dezember 2013, 09:26)


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