“Der Kampfbericht-Simulator, der uns durch freiwillige helfer zur Verfügung gestellt wird, ist fehleranfällig und sagt nicht immer die Wahrheit!” jammerte Tholgrir seine Untertanen an. “Wie können wir sicher sein, einen knappen Kampf zu gewinnen, wenn die Berechnungsgrundlagen veraltet sind?” meinte er weiter. Er blickte ungläubig in die Menge. Ein Wissenschaftler meinte: “Nun, es ist besser als nichts, werter Heerführer Vhalgor.”, worauf ihn Vhalgor unterbrach: “Besser als nichts ist nichts. Wir versuchen hier Geschichte zu schreiben, um mit Präzision und Genauigkeit zu Raiden und zu Plündern, wie es viele vor uns taten. Ich will Lösungen. So können wir nicht arbeiten.” Und so machte sich Vhalgor von dannen, unwissend, ob seine Ansprache etwas bewirken würde.
Die nächste Zeit betrank er sich häufiger als sonst. Er konnte sichs ja leisten. Schliesslich hatte er nicht nur einen Teil der Galaxie, sondern auch Eleonore, seine wunderhübsche Sekretärin erobert. Sie trank bestimmt genau so viel wie Vhalgor, wenn nicht mehr, doch verstand sie es, den Rausch hinter ihrer Schönheit zu verbergen. Und doch vermochte der Absinth ihm nicht gänzlich die Sorgen zu vertreiben. Es war ein KB-Sim, den er benötigte, um effizient und genau zu berechnen, wo er seine Piloten in den sicheren Tod schicken würde und wo er sie mit Ruhm und Ehre heimkehren lassen sollte.
Nach einigen Tagen erkundigte er sich erneut, ob sich etwas getan habe. Seine Wissenschaftler meinten, mit einem Faktor von 0.273 könne man gewisse Verluste multiplizieren, um auf ein Resultat zu stossen, das der Wahrheit ähnelte. “0.273... Wollt ihr mich verkackeiern?” schrie Vhalgor. “0.273... Das ist ja wie ein Kind zu zeugen, es zu ermorden und dann zu sagen, letztenendes, weil kein Kind da ist, habe man statistisch gesehen gar kein Kind auf die Welt gestellt. Das muss genauer werden, meine Landsleute!” doppelte er nach. Ein Wissenschaftler hob schüchtern die Hand und sprach: “Werter Vhalgor, Anführer aller Anführer, es gäbe da durchaus einen Weg, aber der würde etwas kosten.” Vhalgor unterbrach ihn direkt wieder und meinte: “Etwas kosten? Dafür müssten wir zuerst raiden und bashen, Flotten zu Fall bringen, um die Leute zu bezahlen, die die Flotten zerlegen... Das können wir uns nicht leisten, solange ihr eure Arbeit nicht macht!” und Vhalgor schritt erneut wütend von dannen. Er setzte sich in eine Spelunke, wie es seine Vorgänger einst taten, und bestellte einen Absinth nach dem anderen.
Zwischen dem 27igsten Absinth und dem 43igsten Bier setzte sich ein Börsenmakler von seos an den Tisch. Er passte überhaupt nicht in die zusammengewürfelte Runde aus Arbeitern, Halunken und Dieben, die sich in den Spelunken herumtrieben, in denen es Vhalgor wohlig war. Vhalgor musterte den Orioner im feinen Anzug genaustens. “Was hast du denn hier verloren? Gehörst du nicht in einen Nobelschuppen, um mit deinesgleichen zu trinken?” fragte Vhalgor spöttisch. Im Gelächter der anderen Anwesenden, konterte dieser Unbekannte schelmisch: “Und ihr? Werter Anführer unserers Volkes? Gehört Ihr denn hier her?”. Vhalgor dachte nach und musste sich eingestehen, dass er als Imperator von ganzen 15 Kolonien doch auch nicht in solch eine Spelunke zwischen all die hart arbeitenden Bergmänner, die besoffenenen Flugzeugmechaniker und den allgemeinen Pöbel ghörte. Und so begann er ein Gespräch, dass den Lauf der Geschichte drastisch verändern sollte. Dies zum Wohle des VBR.
Niemand weiss mehr genau, wie viele Getränke es gedauert hat, aber irgendwo im Verlaufe des fortschreitenden Tages lallte Vhalgor: “Was könnt Ihr mir, Herr in schicken Kleidern denn raten, was meine Position als Anführer festigen könnte?” Daraufhin faselte der Börsenmakler, der aufgrund der Kostenübernahme Vhalgors inzwischen fast so betrunken war, wie sein Gesprächspartner: “Wenn ich eines gelernt habe, dann ist es, Investition zahlt sich aus”. Vhalgor blickte auf und meinte: “Investitionen?” Er blickte den Anzugträger kritisch an. “Reicht es nicht, dass wir unsere Minen nach dem Bedarf der Allianz ausbauen?” fragte Vhalgor kritisch, und dennoch neugierig. Wie es schien, hatte Vhalgor irgendwo in seinen Gläsern seine Abneigung gegenüber anders aussehenden, sich anders kleidenden und in anderen Kreisen verkehrenden Orionern verloren. “Wie ich Eure Geschichte verstanden habe, solltet Ihr in einen eigenen Simulator und weitere Tools investieren. Ich sehe schon, ihr habt geschick, aber ohne das richtige Werkzeug wird aus einem Vhalgor nie ein Tholgrir. Und mit Verlaub, werter Vhalgor, ich würde meine Vermögenswerte nicht in einen jetztigen Vhalgor investieren, sondern eher in einen Tholgrir. Seid Ihr bereit, wie VBRler vor Euch, alles zu geben, um noch mehr zu erhalten?” meinte er kritisch. Vhalgor, wäre vermutlich, wäre er nicht schon so betrunken gewesen, sichtlich wütend geworden. Doch dieses mal hörte er zu und wenn man den Geschichten glaubt, erschienen Flammen in seinen Augen. Das eine Feuer, dass schon viele Anführer vor Ihm gepackt hatte, jenes, dass jeden einzelnen VBRler zu Ruhm und Ehre führte, und jenes Feuer, dass den Wahnsinn und die Brillianz eines Imperatoren schon immer hat verschmelzen lassen, in einen... nun sagen wir, grandiosen Sieg. Vhalgor trank seinen Absinth nicht aus und schwankte, ohne sich zu verabschieden ins Forschungslabor. Auf dem Weg lallte er: “Ich habe die ganze Strasse bezahlt, also brauche ich auch die ganze Strasse” während er wirklich die gesamte, also echt jetzt, die ganze Strasse inklusive Bürgersteig und die Hecken der Anrainer für zwei-sekündige-Powernapps (so würde er es jedenfalls beschreiben, schliesslich wäre es ja unter der Würde eines Imperatoren, ins Gebüsch zu fallen....) zu gebrauchen.
Im Forschungslabor angekommen, blickte er in die gähnende Leere. Nur der Wissenschaftler, der bei seiner Ansprache das Wort ergriffen hat, war noch da und arbeitete wohl an irgendwas wichtigem. “Imperator Vhalgor, ich möchte mich entschuldigen...” begann er. Doch Vhalgor unterbrach ihn: “Ihr meintet, ihr habt eine Lösung für den Kampfberichte-Simulator?” Der Wissenschaftler stotterte: “Ja, ich glaube, ich könnte dies mit einigen...” Vhalgor unterbrach ihn schon wieder und befahl: “Egal was es kosten möge, ihr habt die Ressourcen zur Verfügung. Stellt ein Team zusammen, sofern ihr dies nicht allein bewerkstelligen könnt. Wenn es sich beim ersten Kampf nicht lohnt, oder sonst irgendwie als Reinfall herausstellt, so werdet Ihr geköpft.” Der Wissenschaftler stand da und schluckte leer. “Sehr wohl mein Anführer”.
Am nächsten Tag, Vhalgor hatte sich den Tag für Eleonore reserviert, klingelte sein Telefon. Doch er hatte Eleonore versprochen, dass dieser Tag für sie reserviert war. Und so schaltete er es aus und die Beiden bestiegen Vhalgors Yacht und besegelten die neun Planetenmeere von seos. Zumindest wenn man den Geschichten glaubt. Wenn man den Medien glaubt, war Vhalgor gerade genug nüchtern, um die Yacht etwa 100 Meter aus dem Hafen zu fahren, wo sie dann den Rest des Tages vor Anker lag. Doch auch ich als Erzähler bin verpflichtet, die Wahrheit zu erzählen, sonst werde ich geköpft. Daher, ja irgendwie schafften die beiden es, in romantischer Zweiseligkeit vom Kap der guten Krieger bis zum Joch von Verdun zu reisen und die Bucht von Oranth zu besuchen. Ein Ort, der wahrlich als der schönste in ganz Andromeda galt. Die beiden, so sagt man (damit die Geschichte glaubhafter klingt), zeugten dort womöglich über 100 Kinder und tauchten nach Perlen, die, sollte Vhalgor jemals den Schritt vor den Altar wagen, alle samt in den pompösen Ehering dieser jungen, hübschen Kriegerin miteingearbeitet werden sollten.
Als Vhalgor am Abend endlich das Schiff verliess, startete er sein Handy. Müde von der Reise und von dem Akt mit den womöglich über 100 gezeugten Kindern, hörte er auf dem Weg in die nächste Spelunke seine Nachrichten ab. 739 Nachrichten waren es. Es reichte genau für drei, und Vhalgor änderte seinen Kurs direkt zum Forschungslabor, obwohl die Tür in den Lallenden Orioner doch so nahe gelegen gewesen wäre. Die Türe des Labors durchschritten, wurde er bereits von dem ängstlichen Wissenschaftler und einer Schaar von kuriosen Gestalten empfangen. Vhalgor fiel sofort auf, dass die Shirts der Gestalten irgendwelche, völlig unlustigen Sprüche aufgedruckt hatten, von denen Vhalgor nicht einmal verstand, was sie bedeuteten. Der verängstigte Wissenschaftler sprach: “Werter Vhalgor, ihr habt nun Euren eigenen Kampfbericht-Simulator. Wir gingen über Leichen, um diesen herzustellen. Wirklich. Zwei Informatiker sind beim Progeammieren im Keller erstickt.” Vhalgor ignorierte den Witz, ohne zu wissen, dass es ein Witz war. Aber seos beherbergte über 11 Millionen Einwohner, wie sollten ihn da zwei Informatiker kümmern. Sofort schritt er zu dem Computer und begann, Flottendaten einzutippen. Er drehte sich auf seinem Bürostuhl und und nahm alte Spionageberichte hervor, liess sie einlesen, er drehte sich wieder, suchte nach alten Kampfberichten. Und so allmählich begann Vhalgor zu lächeln. “Meine Herren, wieso gibts in diesem Labor eigentlich keinen Absinth?” Noch bevor er fertig gesprochen hatte, meinte ein Informatiker: “Informatiker trinken nicht, aber wir haben da schon noch ne Flasche, weil Absinth angeblich genau so gut die Server kühlt, wie andere Kühlmittel.” Vhalgor kriegte sein Glas Absinth und sagte darauf: “Lasst uns das ding morgen testen. Und solange ihr mir Tools liefert, die uns weiterbringen, so sollen eure Köpfe auf euren Körpern bleiben, so dass Ihr noch möglichst lange Absinth trinken könnt.” Was eigentlich eine kuriose Aussage ist, wenn man bedenkt, dass die Informatiker ja keinen Absinth trinken. Aber an diesem Abend liessen sich alle überreden, plötzlich zu Quotenalkoholikern zu werden und Vhalgor merkte, dass dieses spezielle Völkchen wohl weitaus mehr ertragen konnte, als er sich es je antrainieren könnte. Denn geendet hat der Abend, zumindest gemäss den Aufnahmen der Wegwerfkamera, als ein Orioner auf dem bewusstlosen Vhalgor stand und wie auf einem Surfbrett zu surfen versuchte.
Am nächsten Morgen erwachte Vhalgor. Alle Bilder des Vorabends waren verschwunden und alle Informatiker haben sich in ihre Keller zurückgezogen, nur Vhalgor war noch da, am Boden liegend, mit den Kopfschmerzen eines wahrhaftigen Weltunterganskaters, im blauen Licht des neuen Simulators. Vhalgor stand auf, schritt zu der Maschine und begutachtete sie, so nüchtern und so neutral wie es eben ging. Und wieder holte er Spionageberichte hervor, wieder alte Kampfberichte, und wieder glich er ab. Allmählich merkte er, er hatte die Wunderwaffe schlechthin geschaffen. Er schaltete den Computer aus, nahm ihn unter den Arm und lief damit zur Flottenkontrolle, um ihn Livetests zu unterziehen. Er liess ganz Andromeda scannen und erspähte die Flotte von Tox. Sofort rechnete er alles durch. Sofort glich er es mit dem Kampfbericht Simulator ab, der von freiwilligen zur Verfügung gestellt wurde. Und sofort liess er seine Armada abheben. Doch Vhalgor, dessen Gefühl ihn niemals betrog, witterte eine Falle. Im galaktischen Nachrichtenportal erschien Effectfishy. Er brach ab und organisierte Unterstützung, denn so wie es aussah, waren da mehr Verbündete auf der Gegnerseite, als die offiziell publizierten Bündnisse vermuten liessen. Und so rückte Vhalgor auch die Tools heraus. Der Plan stand, die Flotten waren bereit, und die Gegner? Sie waren abgehoben. Und so wurde alles wieder verworfen. Ein Verzweiflungskrypt offenbarte, dass Tox seine Flotte umstationierte. Ein Ereignis, dass noch nie zuvor in der Geschichte von Andromeda geschah. Also hatte Vhalgor erneut einen Grund, sich zu betrinken.
Als er am nächsten Morgen durch die Zuckungen von Eleonore, seinem wickinger-ähnlichem Weib in seinem wikinger-ähnlich-gestalteten Schlafzimmer erwachte, viel früher als es ihm eigentlich lieb war, erinnerte er sich an Tox. Sofort putzte er sich die Zähne, rückte sein Haar zurecht und machte sich auf zur Flottenkotrolle. “Ich kanns nicht glauben, dass der umstationiert hat. Der stand noch nie auf einem anderen Planeten...” murmelte er. Und ohne viel Hoffnung, schickte Vhalgor in der Flottenkontrolle die Spionagesonden erneut auf den selben Planeten, auf dem Tox am vorigen Tage erspäht wurde. Tox stand unverändert da. “Das muss eine Falle sein, das riech ich auf 20’000 Astronomische Einheiten...” dachte er sich. Er scannte weiter. Und doch liess es ihn nicht in Ruhe, also fütterte er den neuen KB Sim Extreme (Extreme, weil der andere Ultimate hiess und Vhlagors Wissenschaftler offenbar kein gescheiterer Name in den Sinn kam) mit den Daten von Tox. Knapp zwei Stunden nach dem Scan scannte er erneut. Alles unverändert. Und der KB Sim Extreme meinte: “Go”. Und so startete er sein Kampfgeschwader und zerschoss alles, was auf Tox’s Planeten irgendeinen Wert hatte, bis nur noch ein riesiges Trümmerfeld um den Planeten kreiste. “Auf diesen Sieg müssen wir trinken, sagte Vhalgor, und betrank sich erneut in den öffentlichen Gebäuden, und wieder wurde er durch die anwesenden Orioner unter den Tisch getrunken.
Wie sich am nächsten Morgen herausstellte, hatte Vhalgor den Informatikern, die vom Alkoholrausch sichtlich begeistert waren und erneut aus ihren Kellern strömten, um dem Festgelage beizuwohnen, den Auftrag gegeben, einen zusätzlichen Rechner zu bauen. Sie präsentierten dem noch immer völlig perplexen Vhalgor also nun den Markt-Triangualtionsrechner. Mit ihm konnten Marktangebote zurückverfolgt werden. Da die galaktische Föderation preis gab, wie lange die Handelsschiffe vom Zielplaneten zum eigenen hatten, und weil man wusste, dass die Handelsschife eine Geschwindigkeit von 15’000 AE/h hatten, konnte ziemlich genau eruiert werden, wo die Angebote eingestellt wurden. “Und was nützt uns diese Information hicks?” Der schüchtern erscheinene Wissenschaftler trat hervor und meinte: “Mein Herr Vhalgor, wollen Sie es nicht ausprobieren? Studien haben ergeben, dass Imperatoren zu faul sind, ihre Ressourcen zu verschiffen, bevor sie sie von den Handelsschiffen zum Markt bringen lassen.” Vhalgor rankte sich auf und begutachtete das Programm, dass über Nacht enworfen wurde. “Das spricht mich nicht an, wenn schon ein Marktradar, dann ein Radar!” meinte er und verliess das Gebäude. Sein Kopf dröhnte, seine Gedanken waren bei Eleonore, die er doch schon 2 Nächte nicht mehr beglücken konnte. Naja können hätte er schon, aber er war zu betrunken, dass er den Weg beschreiten hätte können, um es wirklich zu tun. Sein Handy liess er ausgeschaltet, denn er wusste, da würden nur wieder Vorwürfe kommen. “Wieso bist du gestern nicht nach Hause gekommen?”, “Liebst du mich nicht mehr?” und “Ist Andromeda wieder einmal wichtiger als ich?”, Vhalgor hörte sie genau. Auch wenn er sie doch liebte, so musste ein Imperator ab und an wieder zu seinem Volk schauen (was gemäss dem Erzähler hier, ja sorry, hier bin ich, eigentlich nur ein Saufgelage zur Befriedigung eines ohnehin schon alkoholisierten Imperatoren ist, bei dem er vorgibt, sich um sein Volk zu kümmern. Äääh ich meine natürlich, er hat wirklich die Anliegen des Volkes angehört und sein bestes getan sie umzusetzen. Das sage ich aus freiem willen und nicht, weil mir einer grad ein Messer an den Hals hält. Und selbst dann würde ich das sagen!) Und wo Vhalgor dann hinging, wusste niemand so genau, vermutlich hat er wieder in einer Spelunke einen Rausch aufgel... äh ich meine natürlich, die Sorgen und Bedürfnisse der Bevölkerung angehört.
Ein weiterer, verkaterter Morgen später, Vhalgor wachte in der Spelunke “Zum Sirrah Trinker” auf, nicht wissend, wie er dahin gekommen ist, oder wie viel er getrunken hatte, erhob er sich, langsam müffelnd, weil er doch besser nach Hause gegangen wäre. Dennoch schritt er erneut zur nahegelegenen Flottenkontrolle und da wurde ihm von den Informatikern eine Applikation präsentiert, die die Zukunft des VBR für immer verändern müsste. Tholgrir hat am Vortag einen Radar gewünscht. Einen Radar hat er gekriegt. Und so stand Vhalgor da, als wäre er ein kleines Kind. Mit funkelnden Augen betrachtete er den Hellblau schimmernden Streifen, der sich im Kreis drehte. “Kann das auch was oder sieht das nur so aus, dass ich begeistert bin und keinen Köpfe?” meinte er in einer Stimme, die man wohl nie wieder hören würde. Mürrisch, und doch irgendwie in einer Faszination, die keiner hätte erahnen können. Ihn packte erneut das Fieber, Flammen schienen in seinen Augen zu brennen und er setzte sich vor den Computer. Er analysierte die Marktangebote und kopierte sie fleissig in die Applikation, schickte Sonden los, und tatsächlich. Die erste Sonde lieferte schon eine Main. Vhalgor liess seine Schiffe starten, doch, Dean war da. Und so beorderte er seine Flotte zurück. Mit neXx machte er weiter. Doch da war nichts zu finden. Paradyne, so wusste er, war mit Hawaii Hemd und Adler Bräu abgereist vor einigen Tagen, er wolle das schöne Wetter geniessen. Also lohnte es sich nicht die Marktangebote von ihm zu analysieren. Also suchte er weiter nach Opfern.
Als er keine Fand, prahlte er bei all seinen Freunden, wie genial sein neues Radarspielzeug sei. Es sehe fantastisch aus und liefere Flotten am laufenden Bande, die es wert wären, gebasht zu werden. Doch die Rückmeldungen, wen sie denn kamen, waren eher zurückhaltend. Und die, die kamen, waren eher so: “Und was hast du schon erwischt?” und nicht “Geil, ich gratuliere dir zu deinem geilen neuen Tool du Superheld, du wirst uns alle bashen!”. Das machte Vhalgor wütend, also intensivierte er die Suche. Alles wurde analysiert, doch nichts wurde gefunden. Ein letztes mal suchte er den Markt nach Angeboten ab und dachte sich dann: “Ach was solls, scannen wir den Hawaiihemdtypen auch mal.” Und tatsächlich meldeten die Spionagesonden Ressourcenvorkommen, die die nächsten Tage Orion Fighter Produktion sichern sollten. Vhalgor startete seine Schiffe und... SIEG. Die Applikation hatte sich bewährt. Doch dies war Vhalgor nichtg genug, und so startete er, erneut zu trinken beginnend weiter. Und wieder war nirgends etwas u finden. Und wieder scannte er Paradyne. Und wieder war da plötzlich etwas, was Vhalgor nicht erwartet hatte. Eine Übermacht an 1.8 Millionen Onefight Kampfdrohnen war darauf zu finden. Da der alte Simulator gemäss der A.I. namens peanut, die ihn des öfteren unterstützt hatte, an Onefight Sonden kläglich scheiterte, war er misstrauisch, als er die Werte in seinem KB Sim extreme sah. 16 Orion Fighter würde es benötigen, um alle Onefight Kampfdrohnen abzuschiessen. 16. Das waren vedammt wenige. So schickte der misstrauische Vhalgor im Glücksrausch 500 Stück mit freiwilligen Piloten los und liess wührendessen seine Informatiker nochmal durchrechnen. Vhalgor erwartete eine klare Antwort “Wird reichen!” oder “Reicht nicht!”, was er erhielt, war aber hauptsächlich ein Gemisch aus Worten wie: “womöglich”, ”vielleicht könnte”, “hätte” und “würde”. Aufgrund der vielen Diskussionen, die den herannahenden Kampf ungewiss machten, beorderte er im letzten Moment seine 500 Orion Fighter zurück. Zum guten Glück, denn kurz darauf meldete sich ein kluger, kleiner Orioner, er habe es manuell durchgerechnet, und die Trümmersammler hätten niemals gereicht. Und zudem seien die Orion Fighter in ihrer Zahl deutlich zu viel.
Vhalgor reichte es allmählich mit diesem “hätte”, “würde”, “könnte” und meinte: “Du”, und blickte den Orioner an und fuhr fort: “Du wirst mit in dem ersten Orion Fighter sitzen, wenn du bis vor Kampfeintritt eine plausible Berechnung vorlegen kannst, dass nicht alle Onefights kaputt gehen, dann wirst du erst nach deiner Ankunft gekopft und unehrenhaft in die Geschichte eingehen. Wenn du aber auf deinem Flug bestätigen kannst, dass wir zwar einen Kamikazie-Angriff durchführen und wir reicher werden, als je ein Volk in Andromeda, so wirst du einen Ehrenplatz in den VBR Chroniken erhalten und allen für immer als Held in Erinnerung bleiben.”
Wie sich nach den langen 24 Minuten herausstellte, behielt der junge Orioner recht. Die 100 Orion Fighter, die in den Tod geschickt wurden, liessen alle Onefights aus ihren Löchern kriechen und sie flogen, fast schon magisch, während sie ihre Geschütze betätigten, in die Kugeln der Orion Fighter. Ein Unentschiedener Kampf, doch einer hatte gewonnen. Dieses mal nicht Vhalgor, nicht das Volk von seos, nein es war ein Wissenschaftler, der bewies, dass er richtig lag, mit dem sicheren Tod vor Augen, egal wie richtig er lag, und mit einem lächeln im Gesicht, als die Onefights seinen Orion Fighter erwischten. Einem Lächeln, dass einem Orioner ähnlich sah, der für den Ruhm und die Ehre des VBR gerne sein Leben liess.
Daher R.I.P Larry, äääh ich mein natürlich ein Hoch auf Vhalgor, der diesen Sieg alleine verdiente.