Seit knapp einem Monat trieb der VBR in Andromeda sein Unwesen. Vor allem Vhalgor kämpfte fleissig, wo es eben ging. Nicht lange nach seinem Ankommen bewies er mit einem ehrwürdigen Bash seine Kampfkunst. Termix hatte zwar ebenfalls Kriegsschiffe gebaut, und doch fand er sich mit ihnen noch nicht so zurecht. So suchte er auf, wo er sich schon immer wohl gefühlt hatte. Führerlose Planeten, deren Gebäude zerfielen. Denn das war es, wo er einst herkam. Ein Wüstenplanet, der schon lange von niemandem mehr regiert wurde, und auf dem hauptsächlich mit Munition, Schnaps und Zigaretten bezahlt wurde, was der Barkeeper vor einen hinstellte, bis man am Thresen einschlief und am nächsten morgen wieder geweckt wurde.
Vhalgor wusste, dass Termix früh motiviert werden musste, sich als Anführer auch in der Kriegskunst zu beweisen und sich im VBR nicht nur der Bürokratie und dem Alkohol zu widmen. Und so beschloss er, dies bei einer der Ratssitzungen des VBRs zur Sprache zu bringen. “Meine Herren” begann Vhalgor wie Tholgrir einst, worauf Termix fast wie Lulia einst mit einem spöttischen Spruch erwiederte: “Siehst du schon doppelt? Wir sind die einzigen hier.” Und wie Tholgrir einst, ignorierte auch Vhalgor den Zwischenruf und machte weiter. “Wenn wir je in den Genuss des Kryptocenter Stufe 10 kommen wollen, so klappt dies nicht nur mit dem Ehrenkodex, nein, wir müssen uns Ruhm und Ehre erkämpfen. Einerseits, um in der Galaxie gefürchtet zu werden, und andererseits, weil es einen Arschvoll Ressourcen kostet, das Ding zu bauen.” fuhr er fort. Termix meinte: “Aber geschätzter Vhalgor, wen sollen wir denn angreifen? Jene, die wir im Stande wären, anzugreifen, verstecken sich hinter der Regelung zum Schutze jüngerer Kolonien der galaktischen Föderation, und jene, die nicht von dieser Regelung geschützt werden, leiten ihre Imperien von fernab. Von grünen Inseln. Da ist nichts zu holen.” Vhalgor dachte nach und sagte tollkühn: “Wartet ab, werter Termix. Unsere Zeit wird kommen. Bald, so garantiere ich Euch, werden Ziele da sein. Und dann ist es wichtig, dass wir nicht zögern.”
So warteten die beiden, beschäftigt die spärlichen Ressourcen zu managen, die ihre Minen produzierten, den Absinth zu trinken, den die Destillateure so langsam aber sicher ziemlich gut hinkriegten und die VBR Chroniken zu studieren, welche ihnen zum Sieg verhelfen sollten.
Eines sonnigen Donnerstags studierte Termix erneut die galaktischen Statistiken und sah, dass da in der Tat Imperien aus dem Boden sprossen, und schnell an Land gewannen. Sofort funkte er Vhalgor an und meinte: “Vhalgor, da kommt bald beute in unsere Range!”. Es dauerte ein paar Sekunden bis Vhalgor antwortete. “Lass uns ein Spiel spielen. Wer einen erwischt, der trinkt den ganzen Abend auf den Nacken des anderen.” erklang es aus dem Funk. Termix willigte ein. Und so begannen sie zu scannen, was das Zeug hielt.
Termix war der erste, der eine Main fand. Imperator MC Crystal, der für seine von Schnupftabak verschmierte Nase bekannt war, wägte sich in Sicherheit und liess seine Schiffe und Ressourcen auf seinem Hauptplaneten herumstehen. Doch seine Nase sollte keineswegs ein Indiz dafür sein, nicht fähig zu sein, seine Flotte zu kommandieren. Gerüchten zufolge sei der Schnupftabak das Rauschmittel, dass ihn bei klaren Gedanken hielt. Termix, noch nicht so skrupellos wie es andere vor ihm im VBR waren, schrieb MC Crystal, dass der eine oder andere Räuber seine hart erarbeiteten Ressourcen wohl als grosse Beute sehen könnte, und dass er ihm empfehle, sie doch nicht einfach so herumstehen zu lassen. Eine Antwort blieb aus, und so fasste Termix den Entschluss, Vhalgor zu informieren, aber noch zu verheimlichen, wer das Opfer sein sollte. Vhalgor meinte: “Bist du wahnsinnig, warum bist denn du noch nicht geflogen?” worauf sich Termix mit Ausreden zu helfen versuchte. Und doch dachte er sich dann, bevor jemand anderes ihm zuvor komme, solle er sich an den Reichtümern und nicht zuletzt an allem Alkohol, den er an einem Abend trinken könnte, ergötzen. Und so startete er seine Schiffe, bombte alles in Grund und Boden und erbeutete grosse Reichtümer, die ihm beim Ausbau seines Imperiums helfen sollten.
Als er nach dem siegreichen Kampf Vhalgor protzerisch anfunkte, und meinte, der morgige Abend gehe auf seinen Nacken, meinte dieser: “Ich glaube, wir trinken beide auf den Nacken des anderen.” und verliess die Frequenz.
Vhalgor hatte noch kein Ziel, aber nun defintiv genügend Motivation, jemanden zu Fall zu bringen. Und so intensivierte er die Scans. Er wusste, wie viel der Ferengi aus den Wüstenruinen trinken konnte, und so musste er einen Weg finden, die Verluste des Abends zu relativieren. Als er die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, blinkte eine Leuchte in seinem Büro. Sofort rief er in der Flottenkontrolle an und meldete wütend: “Was ist da los? Was ist das für eine Leuchte? Werden wir angegriffen?” Ein Arbeiter aus der Flottenkontrolle berichtete, dass keine Angriffe eintreffen, aber dass eine Spionagesonde auf dem Weg nach Imos registriert wurde. Vhalgor dachte sich, das müsse wohl ein Frühwarnsystem seines Vorfahren Tholgrir sein, der nicht erst auf das Blinken bei einem Angriff warten wollte. Er fragte sofort: “Von wem werden wir hier ausspioniert?” Die Antwort war tony. tony war ein Imperator, welcher Vhalgor schon vermehrt angegriffen hatte, weil er reichlich Ressourcen herumliegen liess und auch, weil er mit seiner miserablen Forschung ein wunderbares Trainingsziel für seine Piloten darstellte. An Verteidigungsanlagen mangelte es bei tony’s Kolonien nie. Und so beorderte Vhalgor Scans auf alle Planeten von tony. Viele erfolgreiche Spionagen wurden zurückgeschickt, doch von einem Planet schlugen alle fehl. Vhalgor schickte erneut Spionagesonden auf diesen Planeten, und wieder schlugen alle fehl. Er witterte, dass sich da etwas versteckte, was besser nicht durch Räuber aufgedeckt werden würde. Und so sandte er eine Sonde nach der anderen, bis endlich eine Spionage erfolgreich war. Und was er sah, glänzte nicht an Beute, sondern an kämpferischer Leistung. Vhalgor rechnete alles durch, stand auf und verliess sein Büro. Als er am Schreibtisch seiner hübschen Sekretärin Eleonore flüchtig vorbei schritt, fragte er noch: “Eleonore, lust heute Abend zu saufen?”. Eleonore, sichtlich irritiert meinte: “Es schickt sich nicht, als Sekretärin mit dem Imperator zu saufen”, worauf Vhalgor erwiderte: “Wenn gelingt, was ich vorhabe, haben wir heute Abend frei. Es würde mich freuen, wenn du mich begleiten würdest.”
Und so flog Vhalgor nicht nur in den Sieg, nein er flog auch in die Möglichkeit auf ein Date, er flog das zweite mal für den Ruhm und die Ehre des VBRs und er flog, um zu beweisen, dass er dem Titel des Anführers des VBR gerecht war. Kurz vor dem Kampf, machte er einen letzten Funkspruch auf der VBR Frequenz und meinte: “Termix, stell den Alkohol kalt. Heute wird richtig einer in die Ehre gekodext.”
Anmerkung von Vhalgor: Kampfbericht von Termix folgt unter diesem Thread.
KAMPFBERICHT
vom Planeten von tony
Zeit: Heute, 15:49:39
| Angreifer: Vhalgor | Verteidiger: tony | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
ANGREIFENDE FLOTTE
| VERTEIDIGENDE FLOTTE
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
PLANETARE VERTEIDIGUNG
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
DATEN DES ANGREIFERS
| DATEN DES VERTEIDIGERS
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
2`431 Einheiten des Angreifers schiessen mit einer Stärke von 85`695`120 auf den Verteidiger. Der Verteidiger hat danach noch 0 Struktur- und Schildpunkte. 4`329 Einheiten des Verteidigers schiessen mit einer Stärke von 15`775`258 auf den Angreifer. Der Angreifer hat danach noch 79`876`292 Struktur- und Schildpunkte. Der Kampf dauerte 1 Runden! Der Angreifer hat den Kampf gewonnen! | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
BEUTE
| TRÜMMERFELD
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zustand nach dem Kampf: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
ANGREIFENDE FLOTTE
| VERTEIDIGENDE FLOTTE
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewonnene EXP: 509 | Gewonnene EXP: 254 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
PLANETARE VERTEIDIGUNG:
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||